Mā te wā

Wieder angekommen in der Adrenalinhauptstadt der Welt mischte ich mich unters feierfreudige Volk und genoss den Abend bei gutem Essen und kaltem Bier. Der darauffolgende Morgen konnte gemütlich angegangen werden, da erst gegen 10 Uhr NZDT, um mal fie Abkürzung zu bemühen, der erste Termin an einem actionreichen letzten Tag anstand.

Jetboat auf dem Lake Wakatipu

Was wäre Queenstown, wenn man nicht eine der unzähligen Angebote zur Erhöhung des Hormons wahrnimmt, das fen Anstieg des Blutdrucks bewirkt und für schnelle Energiezufuhr durch Fettabbau sorgt. Und so hieß es mut dem Speedboot über den Lake Wakatipu fahren und einen Teil des Kawarau River hinab. Mit über 80 km/h ging es den See hinauf immer wieder mit 360° Drehungen verziert, um laut Anbieter so viel es nur geht von der Umgebung zu sehen. Dieser Fahrweise wurde keine Änderung gegeben, nur weil wir uns jetzt auf dem Fluss befanden nachdem kurz und in Höchstgeschwindigkeit eine Brücke passiert wurde. Weiter ging der Geschwindigkeitsrausch sehr nah vorbei an Bäumen am Ufer, Sandbänken im Fluss und aufragender Felswände. Immer wieder wurde die Fahrt, meist nach einem Spin um die eigene Achse gestoppt und der Bootsführer erklärte uns einige Dinge zu den Halteorten. Unter anderem passierten wir einige Drehorte von diversen J.R.R. Tolkien Verfilmungen und den Zulauf des Shotover Rivers. Im Driften auf dem Wasser ging es zurück in Richtung Hafenpromenade, wo vor staunenden Menschen an der selben eine letzte Drehung vollzogen wurde.

Die Straße zum Shotover River

Nun hieß es zügig zurück ins Hostel und die Klamotten, welche doch recht nass geworden waren, zu wechseln. Denn knapp eine Stunde später stand schon die nächste Ausschüttung für den Fettabbau bevor. Und so ging es in Badehose zum Pickup zum Rafting am Nachmittag. Nach einer kurzen Fahrt im Kleinbus bis zur Basisstation wurden alle Teilnehmer erst einmal mit Wetsuit, Schwimmweste und Helm ausgerüstet. So eingekleidet verließen wir die Base um uns auf die etwa 45 minütige Fahrt zum Einstiegspunkt fürs Rafting zu machen. Zuerst asphaltiert ubd sann nur noch ein einspurige Schotterstraße, welche kaum breiter als der Bus beziehungsweise der Anhänger mit den Booten war, ging es die aktuell gefährlichste Straße Neuseelands und due 7. der Welt entlang bis zum alten Goldgräberfluss. In diesem wurde von den 1860er Jahren bis 1995 kommerziell Gold geschürft und Minen betrieben. 

Rafting auf dem Shotover River

Nach einem kurzen Einweisen in Sicherheit und Handhabung stiegen wir in das Schlauchboot unserer quirligen Australierin Gabby. Da alle Mitstreiter leicht zögerlich waren wenn es um die Plätze am Bug des Bootes ging, setzte ich mich auf diesen. Nach einigen wenigen Übungsaufgaben machten wir uns auf den Weg den Fluss mit Stromschnellen der Klasse 5 zu bewältigen, der im übrigen höchsten Klasse beim White Water Rafting. In den Ruhephasen zwischen den Rapids konnten wir immer wieder die steil aufragenden Felswände, vereinzelte ursprüngliche Goldgräberhütten und allerlei Überbleibsel aus der Zeit bestaunen. Dank unsere nicht nur exzellenten Kapitänin sondern auch zugleich perfekten Reiseführerin erhielten wir sehr viele interessante Informationen über die einzelnen Segenswürdigkeiten. Einem kurzen Schwimmausflug im 14 Grad warmen Wasser folgte der Schlussspurt unserer 16 Kilometer langen Fahrt über den hellblauen Fluss. Ich weiß es nicht ob es meiner guten Arbeit am Bug des Bootes geschuldet war oder vielleicht doch meinem frechen Mundwerk, aber in dem vor uns liegenden 170 Meter langen Tunnel war ich der Skipper unserer Kapitänin. Und so durften alle anderen Insassen des Schlachbootes relaxen, während wir zwei sicher durch den Tunnel auf den 4 Meter hohen Sturz am Ende manövrierten. Aufgrund der guten Zusammenarbeit aller kamen wir sicher und durchnässt an der Basisstation an und hatten uns die warme Dusche vor der Rückfahrt na Queenstown verdient. Ich werde diesen Fluss auf jeden Fall noch einmal im Winter befahren.

Brücke über Skippers Canyon

Zurück im Bumbles Hostel direkt am Lake Wakatipu gab es eine kurze Unterhalung mit dem belgischen Brüderpaar im Zimmer. Danach ließ ich den letzten Abend in Neuseeland ausklingen in meiner liebgewonnenen Loco Cantina bei Livemusik und anderen Lebensmitteln. 

Es hieß am Morgen darauf leider Packen für den Heimflug. Nach getaner Arbeit genoss ich ein letztes Frühstück aus einer Kombination aus Pancakes mit Ahornsirup, gebratener Banane und Bacon bevor ich mich auf den Weg zum Flughafen machte.

Nun sitze ich in Melbourne am Flughafen und warte auf meinen Anschlussflug und würde viel lieber zurück in das wunderschöne Land südöstlich von hier.

Vielen Dank an alle Leute die ich kennenlernen durfte, die Abenteuer die ich erlebt habe und die beeindruckende Natur, die ich genießen durfte. Ich werde auf jeden Fall wiederkommen.

Mā te wā.

Ein Gedanke zu „Mā te wā

  • Hans-Jürgen Riediger
    16. Mai 2018 um 17:30

    Das wäre kein Urlaub für mich. Kaltes Wasser, gefährliche Klippen – Gott bewahre. Vielleicht im nächsten Leben.
    Trotzdem kommt leichter Neid auf. Wir immer mit unserer Ostsee!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.

Du kannst folgende <abbr title="HyperText Markup Language">HTML</abbr>-Tags und -Attribute verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>